SYNTHESIS SERIES - DESTRUCTION
Die Serie „Destruction“ thematisiert die Zerbrechlichkeit menschlicher Existenz und den Schmerz, der untrennbar mit dem Leben verbunden ist. Schönheit und Schrecken liegen oft nur einen Augenblick voneinander entfernt
Leben vollzieht sich im Spannungsfeld eines fortwährenden Dualismus: zwischen Freude und Leid, Werden und Vergehen, Schönheit und Zerstörung. Aus diesem Spannungsfeld entfalten sich die Bilder der Serie.
„Destruction“ versteht Zerstörung nicht ausschließlich als Ende, sondern auch als Voraussetzung für Veränderung und Neubeginn. Die Werke laden dazu ein, über die Ambivalenz menschlicher Erfahrung nachzudenken – über die Nähe von Schönheit und Schrecken, von Verletzlichkeit und Kraft.
Die Frau als archetypisches Motiv steht dabei als Sinnbild für den Dialog zwischen Subjekt und Objekt. Das Subjekt – das selbstbewusste Ich, Geist und Seele – begegnet einer Welt, die sich unaufhörlich verändert. Im Aufeinandertreffen mit dem Objekt erfährt es Wandlung: Es formt sich, verschmilzt und vergeht zugleich.
Der Begriff Objekt leitet sich vom lateinischen obiectum ab und bedeutet „das Entgegengeworfene“. Er verweist auf jene Wirklichkeit, die dem Menschen gegenübertritt und ihn herausfordert. Das Subjekt wiederum verkörpert das bewusste Selbst, das sich in der Auseinandersetzung mit dieser Welt ständig neu definiert.